Mares|Shores
Rechtsprechung, Steuerdoktrin
& Transaktionspraxis.
Unter «Mares Shores» analysiert Rechtsanwalt Fabian Arhelger (Madrid) höchstrichterliche Rechtsprechung, Verwaltungsdoktrin und regulatorische Entwicklungen für deutschsprachige Investoren, Family Offices und Private Clients mit Exposure in Spanien.
Real Decreto-ley 29/2026 und Art. 93 LIRPF («Ley Beckham»): Neuer Stufentarif bis 3 Prozent verschärft spanische Selbstnutzungsbesteuerung für DACH-Eigentümer und «Impatriados»
Mit dem Real Decreto-ley 29/2026 (BOE-A-2026-20823) ersetzt der spanische Gesetzgeber ab dem 01.01.2027 den bisherigen Pauschalsatz der fiktiven Nutzungsbesteuerung (imputación de rentas inmobiliarias nach Art. 85.1 LIRPF) für selbstgenutzte Immobilien durch einen progressiven Stufentarif von bis zu 3 Prozent des Katasterwerts (valor catastral). Die Verschärfung trifft nicht nur im DACH-Raum ansässige Eigentümer spanischer Zweitwohnsitze (Deklaration im Modelo 210 nach Art. 24.5 TRLIRNR), sondern über die Verweisungsnorm des Art. 93 LIRPF («Ley Beckham», Modelo 151) auch nach Spanien zugezogene Führungskräfte, Private-Equity-Principals und Unternehmer hinsichtlich ihres dortigen Hauptwohnsitzes (vivienda habitual) – während ein Ausweichen in vermögensverwaltende Immobiliengesellschaften (entidades patrimoniales) bei Organstellung den Verlust des Sonderregimes riskiert.