Die Rolle des German Desk in Spanien: Zwischen M&A-Transaktionsmanagement, Due Diligence, Kaufvertragsverhandlung, Deal Closing & laufender Betreuung

Der spanische Immobilien-, Infrastruktur- und Unternehmensmarkt hat sich für institutionelle Investoren, Private-Equity-Sponsoren, Family Offices und vermögende Privatpersonen (UHNWI) aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein längst vom opportunistischen Nebenschauplatz für Ferienimmobilien hin zu einem strategisch wichtigen M&A-Markt (etwa für Value-add-Investitionen und Data-Center-Projekte) in Europa entwickelt.

Mit dem wachsenden Volumen und der zunehmenden Komplexität solcher grenzüberschreitenden Inbound-Transaktionen nach Spanien steigt jedoch auch der Anspruch an die rechtliche und prozessuale Steuerung vor Ort: Gefragt ist heute nicht mehr nur eine rein sprachliche Brücke auf die Iberische Halbinsel, sondern ein transaktionserfahrener «German Desk» auf Senior-Level, der die dogmatische Präzision, Geschwindigkeit und kaufmännische Erwartungshaltung von DACH-Marktteilnehmern nahtlos mit lokaler spanischer Deal-Execution («Boots-on-the-Ground») verbindet.

– Von Rechtsanwalt Fabian Arhelger, Madrid

In diesem Executive Briefing erfahren Sie:

  • «Boutique German Desk» vs. «Big Law»-Setup: Was eine unabhängige, konfliktarme Transaktionsboutique mit dem Selbstverständnis eines deutschsprachigen «Local Lead Counsel» vom klassischen «German Desk» einer spanischen oder internationalen Großkanzlei unterscheidet.

  • Nahtlose Schnittstelle für DACH-Hauskanzleien und DACH-Steuerberater: Wie durch deutsche und spanische Doppelqualifikation des in Spanien federführenden Anwalts kostspielige Reibungs- und Übersetzungsverluste im Cross-Border-Transaktionsgeschäft zwischen DACH-Lead-Counsel, Tax-Beratern und der spanischen Jurisdiktion eliminiert werden.

  • Transaktionsökonomie & IRR-Schutz im Small- und Mid-Cap-Segment: Warum der bewusste Verzicht auf das klassische «Associate Leverage»-Pyramidenmodell großer Einheiten die Abwicklungsgeschwindigkeit erhöht und das Transaktionsbudget gerade von selektiven Private-Equity-Investoren schont.

  • Steuerung von Large-Cap-Deals als «Owner's Representative»: Welchen Mehrwert ein «Boutique German Desk» als vorgeschalteter, deutschsprachiger Legal Project Manager vor Ort in Madrid bei der Koordination großer spanischer Tier-1-Kanzleien und Big4-Workstreams für ein im Ausland sitzendes Investmentkomitee generiert.

  • Materiell-rechtliche Dealbreaker & Closing-Engineering in Spanien: Worauf es von der Register- und Urbanismo-Due-Diligence über LMA-Akquisitionsfinanzierungen (Stichwort: prohibición de asistencia financiera), KYC/SEPBLAC-Vorprüfungen und den notariellen Vollzug (escritura pública) bis hin zu Private-Wealth-Relocations (Ley Beckham / Ley Mbappé) aus meiner Sicht als deutsch-spanischem Transaktionsanwalt und Spanish Local Counsel in der Praxis wirklich ankommt.

(1.) Der moderne German Desk bei M&A-Transaktionen in Spanien: Warum «Boots-on-the-Ground» und «German Thinking, executed locally» bei einem modernen «Boutique German Desk» kein Widerspruch mehr sind

Zwingende Voraussetzung für die erfolgreiche Strukturierung und Abwicklung von Cross-Border-Transaktionen auf der Iberischen Halbinsel ist aus Perspektive von DACH-Investoren sowie deren deutschen, österreichischen, schweizerischen, luxemburgischen oder liechtensteinischen Haus- und Transaktionskanzleien zweifellos die Kombination aus lokaler Deal Execution («Boots-on-the-Ground») und einem fundierten Verständnis der involvierten kulturellen, kaufmännischen und strukturellen Erwartungshaltungen aller Beteiligten. Aus Perspektive eines deutschsprachigen Mandanten oder des federführenden DACH-Lead-Counsels lässt sich dieser Anspruch (ganz im Sprech des Finanzplatzes Frankfurt) treffend auf den Punkt bringen mit: «German Thinking, executed locally».

Im spanischen Rechtsmarkt hat sich das Konzept des «German Desk» – maßgeblich geprägt durch die herausragenden iberischen Tier-1-Großkanzleien wie Uría Menéndez, Garrigues, Cuatrecasas oder Pérez-Llorca an Standorten wie Madrid, Barcelona, Bilbao, Valencia oder Málaga – als wichtige Brücke für den deutsch-spanischen Wirtschaftsverkehr etabliert.

Während diese Großkanzlei-Strukturen und ihre gewachsenen «Best Friends»-Allianzen (etwa mit Hengeler Mueller oder Gleiss Lutz in Deutschland) bei großvolumigen Large-Cap-Transaktionen unbestritten und völlig zu Recht den Marktstandard setzen, stehen mittelständische Investoren, Family Offices sowie unabhängige deutsche Wirtschafts- und Private-Wealth-Kanzleien bei Small- und Mid-Cap-Deals häufig vor einer strukturellen Herausforderung: Isolierte spanische Rechtskenntnisse oder rein sprachliche Korrespondenz-Schnittstellen genügen nicht, wenn komplexe Transaktionslogik, Risikotoleranz und finanzmathematische Instrumente (etwa Locked-Box-Mechanismen und Closing Accounts, LMA-Finanzierungsstandards und Sicherheitenpakete) nach Lesart und Usancen eines Münchener Investmentkomitees, einer Düsseldorfer Private-Wealth- oder M&A-Boutique oder eines Frankfurter Kreditausschusses nicht auf Senior-Level instinktiv durchdrungen werden.

Die Folge in nicht optimal abgestimmten Berater-Setups: Missverständnisse über die Sorgen und Befindlichkeiten der anderen Seite, kulturelle Friktionen, «Lost-in-Translation» und im schlimmsten Fall das Scheitern einer Transaktion aus Befürchtungen heraus, die eigentlich bei interkultureller Vermittlung hätten ausgeräumt werden können.

«An genau dieser Stelle setzt der Boutique-Gedanke meiner Kanzlei ‘Mares Legal‘ als hochspezialisierter, unabhängiger und konfliktarmer ‘German Desk‘ mit Sitz in der spanischen Hauptstadt Madrid an: Durch meine juristische Ausbildung in Deutschland und Spanien, meine berufliche Prägung in großen Wirtschaftskanzleien am Finanzplatz Frankfurt am Main und meine Transaktionspraxis im spanischen Markt entspricht mein heutiges Selbstverständnis genau dem eingangs erwähnten ‘German Thinking, executed locally’.»

Eine lokale Boutique-Einheit wie Mares Legal agiert dabei nicht als bloßer Übersetzer des spanischen Zivilgesetzbuchs (Código Civil), Handelsgesetzbuchs (Código de Comercio) oder Kapitalgesellschaftsgesetzes (Ley de Sociedades de Capital) in die Begrifflichkeiten des deutschen BGB, HGB oder GmbHG bzw. AktG, sondern als «Local Lead Counsel» und nahtloses spanisches Pendant für DACH-Sozietäten und Steuerberatungsgesellschaften, der die von DACH-Sponsoren, deren Hausanwälten, Steuerberatern und Kreditgebern gewünschte Deal-Struktur in die spanische Jurisdiktion transferiert und das Projekt vor Ort in Spanien bis zum erfolgreichen Closing und darüber hinaus proaktiv steuert.

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über die Rolle eines modernen «Boutique-style German Desks» in Spanien und einige Beispiele, die meine Tätigkeit hier in Madrid prägen.

(1.1.) Beyond Translation: Warum reine Vertragsübersetzungen im Transaktionskontext unzureichend sind

In der M&A-Praxis suggerieren linguistisch korrekte Übersetzungen spanischer Transaktionsdokumente ins Deutsche oder Englische regelmäßig eine trügerische Sicherheit: Selbst die exzellente Übersetzung eines spanischen Dokuments durch einen vereidigten Übersetzer (traductor jurado) verdeckt die tiefgreifenden Divergenzen zwischen deutschem und spanischem Rechtssystem der Gegenwart – und das, obwohl beide Jurisdiktionen rechtshistorisch betrachtet profunde Anleihen am Römischen Recht nehmen und sich viele Normen des spanischen Zivil-, Handels-, Gesellschafts- und Verwaltungsrechts bei reiner Wortlaut-Übersetzung sehr gut mit ihren deutschen Pendants vergleichen lassen. Aber diese häufig gegebene Vergleichbarkeit ist tückisch, denn der «Teufel steckt im Detail» (wie so oft in der Juristerei).

Ein klassisches Beispiel für das Auseinanderdriften beider Rechtssysteme bei für M&A-Transaktionen wichtigen Stellschrauben (und dadurch entstehende latente Transaktionsrisiken) ist etwa die Mechanik der Eigentumsübertragung:

Während in Deutschland das strikte «Trennungs- und Abstraktionsprinzip» gilt (vgl. § 433 BGB und § 929 BGB), folgt Spanien der Theorie von Titel und Modus (teoría del título y el modo, vgl. Art. 609, 1095 Código Civil). Ein aus DACH-Perspektive unauffälliger Passus in einem Share Purchase Agreement (SPA) oder Asset Purchase Agreement (APA) kann folglich weitreichende dingliche Konsequenzen auslösen, die sowohl den Vollzug eines Closing Memorandums als auch die Post-Closing-Struktur gefährden.

Entscheidend für den Transaktionserfolg deutschsprachiger Investoren in Spanien ist daher die antizipierende Synchronisation der kommerziellen Parameter, der steuerlichen Strukturvorgaben und des zugrundeliegenden Financial Modelling mit den zwingenden Rahmenbedingungen des spanischen Rechts.

(1.2.) Effizienz durch Doppelqualifikation: Eliminierung von Reibungsverlusten zwischen DACH-Lead-Counsel und Spanish Local Counsel in Cross-Border-Konstellationen

Die Hinzuziehung eines rein lokal sozialisierten spanischen Korrespondenzanwalts, der mit den deutschen dogmatischen und transaktionskulturellen Gepflogenheiten nicht vertraut ist, neben dem vertrauten DACH-Counsel führt in der Transaktionspraxis gerade bei kleineren und mittleren Transaktionen häufig zu vermeidbaren Abstimmungsschleifen und (im schlimmsten Fall) Fehlern.

Solche Setups erzeugen unweigerlich Reibungsverluste, wenn der spanische Gegenpart die dogmatische und kaufmännische Erwartungshaltung des deutschen federführenden Anwalts oder Steuerberaters erst langwierig erläutert bekommen muss: Es entstehen unnötige Zeit- und Budgetaufwände für reine Koordinations- und Erklärungsrunden ohne direkten transaktionalen Mehrwert, ineffiziente Kommunikationskaskaden (der gefürchtete riesige Cc-Mailverteiler in drei Sprachen Deutsch-Englisch-Spanisch), Abstimmungsverzögerungen und erhebliche Schnittstellenrisiken pre-closing und post-closing durch Informationsverluste zwischen den beteiligten Berufsträgern.

«Durch meine Qualifikation als Rechtsanwalt mit paralleler Kammermitgliedschaft in Frankfurt am Main (RAK) und Madrid (ICAM), meine frühen Lehr- und Anwaltsjahre am Finanzplatz Frankfurt am Main sowie die ständige Präsenz von Mares Legal im Herzen des madrilenischen Finanzzentrums Paseo de la Castellana können derartige strukturelle Ineffizienzen auf ein Minimum reduziert werden.

Aus meiner Erfahrung in der Transaktionssteuerung ist es für DACH-Investoren, deren federführende Hauskanzleien und Banken ein massiver Vorteil, wenn die lokale spanische juristische Architektur und Federführung der Transaktion in einer Hand gebündelt bleibt bzw. nahtlos nach deutschen Standards an den DACH-Lead-Counsel und die involvierten Steuer- und Finanzberater andockt. Dies erhöht in aller Regel die Abwicklungsgeschwindigkeit und optimiert so die Honorareffizienz maßgeblich. Für punktuell gesteigerten Manpower-Bedarf – etwa im Rahmen einer sehr umfangreichen Due Diligence bei ambitioniertem Zeitplan – können dann immer noch ergänzende Kapazitäten auf spanischer Seite (z.B. stark auf Massengeschäft ausgelegte Big4-Transaktionsabteilungen) zum richtigen Zeitpunkt unter Wahrung der Kosteneffizienz hinzugenommen werden.»

(1.3.) Was unterscheidet eine lokale deutschsprachige M&A-Boutique vom klassischen «German Desk» einer Großkanzlei?

Ein klassischer «German Desk» im Rahmen großer, breit aufgestellter Kanzleistrukturen fungiert in vielen Fällen primär als koordinierendes Bindeglied zwischen internationalen Mandanten und den verschiedenen lokalen, nur auf Spanisch (und ggf. Englisch) kommunizierenden Fachabteilungen (Service Lines).

Ein modernes Legal Project Management im Rahmen einer spezialisierten deutsch-spanischen M&A-Boutique-Kanzlei wie Mares Legal steuert einen Inbound Deal im Small- und Mid-Cap-Segment hingegen exekutiv als zentraler juristischer Hub mit Ausbildung und Transaktionserfahrung sowohl in der deutschen als auch in der spanischen Jurisdiktion. Die Beratungsphilosophie «German Thinking, executed locally» antizipiert dabei lokale Verhandlungs- und Vollzugshürden im Vorfeld und führt die gesamte Deal-Execution – von der Due-Diligence-Phase über Term Sheet, Letter of Intent und SPA/APA bis hin zum Closing – auf Tier-1-Niveau unter absoluter Minimierung von personellen, sprachlichen und kulturellen Reibungsverlusten.

(2.) «Boutique German Desk» vs. «Big-Law-Leverage»: Senior-Level-Betreuung und maßgeschneiderte, punktuelle Deal-Teams zur Reduzierung von Transaktionskosten

(2.1.) Das Leverage-Dilemma großer Kanzleistrukturen im Small- und Mid-Cap-Segment

Bei hochkomplexen Large-Cap-Transaktionen und großvolumigen Portfolio-Deals sind Manpower und kurzfristig verfügbares Ressort-Wissen einer internationalen oder iberischen Großkanzlei (wie Uría Menéndez, Garrigues, Cuatrecasas oder Pérez-Llorca) unbestritten erforderlich und der etablierte Königsweg. Bei Small- und Mid-Ticket-Transaktionen von kleineren und mittleren Private-Equity-Akteuren und Family Offices sowie bei punktuellen Multi- oder Single-Asset-Deals – auch wenn sie grenzüberschreitende Komponenten haben – kann das klassische Pyramidenmodell («Associate Leverage») großer Einheiten jedoch nicht selten zu einem signifikanten Missverhältnis zwischen Transaktionsgröße und Beraterapparat führen, was sich unmittelbar auf die Transaktionsökonomie und die spätere IRR der Sponsorenseite auswirkt.

«In meiner langjährigen Transaktionspraxis in Deutschland und Spanien habe ich vielfach Berater-Setups erlebt, die man bei kleineren und mittleren Ticketgrößen ohne Weiteres salopp als 'mit Kanonen auf Spatzen schießen' bezeichnen könnte: Überschaubares Transaktionsvolumen, aber große Mailverteiler und zahlreiche involvierte Bearbeiter auf beiden Seiten. Keine Frage: Big Law und die Fähigkeit zur ad-hoc-Zusammenstellung großer Deal Teams haben bei entsprechender Ticketgröße und Komplexität nach wie vor absolute Daseinsberechtigung – aber eben nicht für jedes Risikoprofil und Transaktionsvolumen.»

Wenn Sie bereits Cross-Border-M&A-Erfahrung haben, kennen Sie die typische Herausforderung im Mid-Market: Aus wirtschaftlichen Gründen muss die operative Umsetzung kleinerer Mandate in großen Einheiten zwangsläufig an hierarchisch gestaffelte, meist rein spanischsprachige Teams aus Counsel(s), Associates, Law Clerks und Paralegals delegiert werden. Für den DACH-Investor und seinen deutschen Transaktionsberater erzeugt dieses Strukturmodell bei kleineren Deals nicht nur eine spürbare Belastung des Transaktionsbudgets, sondern birgt auch ein latentes Schnittstellenrisiko: Wenn die kritische kaufmännische Gesamtsicht auf den Deal im operativen Maschinenraum auf zu viele Bearbeiter mangelnder Seniorität verteilt wird, gehen entscheidende Deal-Parameter und Verhandlungspotenziale praktisch zwangsläufig verloren.

(2.2.) «Local Lead Counsel»-Ansatz für Small- und Mid-Cap-M&A

Das Boutique-Modell einer hochspezialisierten Cross-Border-M&A-Kanzlei wie Mares Legal stellt diesem Leverage-Prinzip für das Small- und Mid-Cap-Segment einen fokussierten «Senior-Partner-Only»-Ansatz entgegen. Da keine internen Associate-Teams ausgelastet werden müssen, entfallen die damit verbundenen Overhead-Kosten und Reibungsverluste.

Im Small- und Mid-Cap-Segment übernimmt Mares Legal entsprechend die direkte Begleitung der Transaktion als «Local Lead Counsel» – sei es im Direktmandat für den Investor oder als konfliktfreier spanischer Kooperationspartner («verlängerter Arm») für deutsche, österreichische oder schweizerische Kanzleien ohne eigenes Büro in Madrid. Wo punktuell spezifisches Nischenwissen in Spanien erforderlich wird – etwa im stark fragmentierten lokalen Baurecht (urbanismo), bei komplexen steuerlichen Umstrukturierungen (reorganización empresarial) oder für umweltrechtliche Gutachten (medioambiente) –, orchestriert Mares Legal als zentrale Schnittstelle vor Ort ein maßgeschneidertes Spezialistenteam aus bewährten lokalen Berufsträgern (einschließlich, je nach Transaktionsart und Wünschen des Mandanten, spezialisierter Fachabteilungen der großen spanischen Sozietäten). Dieses agile Setup verbindet also juristische Seniorität mit Skalierbarkeit und einem messbaren Effizienzvorteil bei konsequenter Risikominimierung.

«Im Small- und Mid-Cap-Segment verhandle ich die wesentlichen Transaktionsdokumente üblicherweise persönlich. Der deutschsprachige Investor bzw. die mandatsführende DACH-Kanzlei hat mit mir einen direkten, deutschsprachigen, kaufmännisch denkenden Rechtsberater vor Ort. Dank kurzer Wege ist die Orchestrierung skalierbarer Teams in sehr vielen Fällen deutlich effizienter als die Delegation innerhalb einer großen Kanzlei, die möglicherweise Schwächen in bestimmten Rechtsgebieten nicht offen zugeben will. Mein Ziel ist es stets, das zugrundeliegende Financial Modelling – sei es je nach Mandat die anvisierte Internal Rate of Return (IRR), die Yield on Cost oder eine angestrebte Loan-to-Cost (LTC) – juristisch abzusichern und vor lokalen Störfeuern zu schützen.»

(2.3.) Der «Local Lead Counsel» als Teil von Large-Cap-M&A: Prozesssteuerung, Überbrückung kultureller Differenzen, Single-Point-of-Contact und Closing-Guardrailing

Auch bei großen oder geographisch breit gesplitterten Transaktionen, deren Volumen oder der schiere Umfang des Datenraums (VDR) und der einzelnen Workstreams die massiven Personalkapazitäten einer spanischen Tier-1-Großkanzlei (wie etwa Uría Menéndez, Garrigues, Cuatrecasas, Pérez-Llorca) oder der in Spanien sehr präsenten «Big4»-Rechtsberatungsarme erfordert, generiert eine spezialisierte Boutique-Kanzlei wie Mares Legal für DACH-Akteure erheblichen Mehrwert als unabhängiger Local Project Manager, Commercial Sparring Partner und vorgeschalteter externer German Desk (etwa in der Funktion eines lokalen «Owner's Representative» oder «External Inhouse Counsel»).

In diesem Setup fungiert eine deutsch-spanische Boutique-Kanzlei wie Mares Legal vor Ort in Spanien als «verlängerter Arm» der Hausberater in DACH, Luxemburg oder Liechtenstein sowie als direkter lokaler Ansprechpartner des Investmentkomitees und übernimmt die punktgenaue Koordination und Übersetzung der verschiedenen Transaktions-Workstreams als Single-Point-of-Contact in der spanischen Jurisdiktion.

Der entscheidende Effizienzvorteil dieses immer stärker durch Private Equity Fonds, führende deutsche Wirtschaftskanzleien und Family Offices präferierten Modells liegt in der intelligenten Hinzunahme ausgewählter Großkanzlei-Manpower bei gleichzeitiger Bündelung der Informationsflüsse:

Eine Cross-Border-Boutique wie Mares Legal konsolidiert und bewertet die Arbeitsergebnisse aller lokalen Akteure für eine fundierte Erstbewertung aus DACH-Perspektive und agiert gleichzeitig als lokaler Sparringspartner der spanischen Akteure bei Rückfragen zu Sachverhalt, kommerziellen Zielen des DACH-Mandanten, Signing-/Closing-Vorbereitung und Abwicklung. Dies garantiert deutschsprachigen Mandanten und ihren Hauskanzleien die jederzeitige Verfügbarkeit eines einzigen muttersprachlichen Ansprechpartners, der Auskunft zum aktuellen Status gibt, bei Bedarf neue Prozesse korrekt aufsetzt und auf eine strikte Einhaltung des vereinbarten Prüfungs-Scopes (Scope-Management) aller lokalen Dienstleister in Spanien (wie Fachanwälte, Steuerberater, technische Berater, Notariat, Register) hinwirkt.

«In der täglichen Cross-Border-Praxis hier in Madrid reicht das Kernspektrum meiner Tätigkeit im ‘Local Lead Counsel’-Modell von der inhaltlichen Vorfilterung und Plausibilisierung der fortlaufenden Red Flag Berichte, Q&A-Sessions und Zusammenstellung des Due-Diligence-Reports über die Schnittstellen-Koordination zur Financial-, Commercial-, Technical- und Environmental-Due-Diligence (FDD/CDD/TDD/EDD) der mandatierten M&A-Berater bis hin zur Kommunikationsführung mit Versicherern (etwa bei Involvierung einer W&I-Insurance) sowie dem rigorosen Nachhalten, Überwachen und Aktualisieren von To-Do-Listen.

Tatsächlich scheitern Transaktionen in Spanien selten am juristischen oder betriebswirtschaftlichen Know-how der hinzugezogenen Berater – die angesehenen iberischen und internationalen Brands liefern in aller Regel eine ausgezeichnete Qualität auf dem Niveau der großen Sozietäten in Frankfurt, München, London und New York. Nein, sie scheitern vielmehr schlicht an Schnittstellenverlusten in der Prozesssteuerung, Informationsverlusten und kulturellen Missverständnissen zwischen den involvierten Akteuren. Genau hier liegt der Mehrwert eines ‘Local Lead Counsel’: Mein Honorar wird in aller Regel allein durch die Vermeidung von Reibungsverlusten in der Kommunikation zwischen Investor, DACH-Hauskanzlei und lokalen spanischen Spezialisten um ein Vielfaches wieder eingespielt.»

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Prozesssteuerung ist zudem die Überbrückung kultureller Differenzen bei Anbahnung und Durchführung von grenzüberschreitenden Transaktionen mit Bezug zum Königreich Spanien. Die im DACH-Raum gelebte, angloamerikanisch geprägte Verhandlungskultur ist stark prozessgetrieben, von Timelines dominiert und neigt zu einer detailversessenen Ausgestaltung von Eventualitäten. Die iberische Verhandlungsführung ist hingegen traditionell beziehungsorientierter, non-linearer und legt größeres Gewicht auf die kommerzielle Vertrauensbildung zwischen den Parteien als auf die dogmatische Schärfe eines Term Sheets.

Als «Local Lead Counsel» agiert eine Boutique-Kanzlei wie Mares Legal an dieser Stelle als kultureller Mittler: Als sowohl in der deutschen als auch spanischen Verhandlungskultur verwurzelter anwaltlicher Berater wird einerseits die Ungeduld auf der Käuferseite moderiert und gleichzeitig die detailverliebte DACH-Strukturierung so in den spanischen Markt übersetzt, dass sie von einem lokalen Verhandlungspartner sowie etwaigen involvierten spanischen Banken nicht als Affront, sondern als «branchenüblicher Professionalismus» wahrgenommen wird.

Anstatt unzählige Silo-Berichte lokaler Dienstleister aggregieren zu müssen, erhält ein DACH-Mandant bzw. der federführende Partner der DACH-Hauskanzlei durch diesen Ansatz eine verdichtete, kaufmännisch verwertbare Entscheidungsvorlage (Executive Summary), in der «German Thinking» konsequent mit spanischer Deal-Struktur verschmilzt und gleichzeitig realistische Erwartungen auf beiden Seiten sicherstellt.

Auch im Rahmen eines Closing-Prozesses spielt diese übergeordnete Steuerung durch einen «Local Lead Counsel» eine kritische Rolle: Sind etwa deutsche und britische Kreditgeber (Senior Lenders), Offshore-Mezzanine-Investoren (z.B. Junior Lenders, Debt Funds) und global verstreute Co-Equity-Investoren an einer strukturierten Akquisitionsfinanzierung beteiligt, sind neben den reinen Vertragsverhandlungen auch die praktischen lokalen Gegebenheiten bei der Auslösung von Zahlungsflüssen im Closing-Moment (Funds Flows) entscheidend für den Erfolg (oder Misserfolg) einer Transaktion. Fließen Geldmittel aus diversen Jurisdiktionen nach Spanien, löst dies bei den spanischen Empfängerbanken zwangsläufig verschärfte Geldwäscheprüfungen (KYC/AML) aus, die Wochen vor einem Closing antizipiert und vorbereitet werden müssen; im Zweifel natürlich in spanischer Sprache. Wird dieser operative Aspekt vernachlässigt, droht im schlimmsten Fall das Fehlschlagen des Closings, weil die geschuldete Kaufpreistranche nicht rechtzeitig an die Gegenseite transferiert werden kann – obwohl das Kapital für den Vollzug technisch bereitstünde.

(2.4.) Operative Schnittstelle Madrid: Infrastrukturelle Reichweite und zentrale Steuerung

Der Kanzleistandort meiner Kanzlei Mares Legal ist ganz bewusst in Madrid angesiedelt: Nicht nur der spanische Staat, sondern auch die spanische Wirtschaft und Infrastruktur sind historisch stark zentralistisch geprägt – «alle Wege führen nach Madrid» sozusagen.

Bei Cross-Border-Transaktionen auf der Iberischen Halbinsel ist ein Kanzleistandort im Herzen des madrilenischen Finanzzentrums Castellana also ein entscheidender strategischer Vorteil für das oben erläuterte Modell des «Local Lead Counsel».

Als administratives und finanzielles Zentrum Spaniens bündelt die Hauptstadt die Hauptsitze oder große Repräsentanzen aller relevanten Großbanken, der nationalen Behörden und Register wie dem spanischen Grundbuch (Registro de la Propiedad) und dem spanischen Handelsregister (Registro Mercantil) sowie spezialisierte Transaktionsnotariate, die mit den Mechanismen internationaler M&A-Deals vertraut sind und vielfach auch beispielsweise Escrow-Mechanismen anbieten (was in Spanien historisch bedingt nicht selbstverständlich ist).

«Durch die unmittelbare Anbindung an den internationalen Flughafen Madrid-Barajas (MAD) sowie das spanische Hochgeschwindigkeitszugnetz (AVE) fungiert meine Kanzlei Mares Legal als operative Drehscheibe für ganz Spanien und verkörpert so auch geographisch genau die Idee des ‘Local Lead Counsel’: Diese strategische Lage ermöglicht jederzeit eine kurzfristige Vor-Ort-Präsenz bei Management-Präsentationen, Board Meetings, Verhandlungen oder notariellen Beurkundungen – gleichermaßen auf dem spanischen Festland (Peninsula, z.B. Valencia, Málaga, Barcelona, Bilbao, Zaragoza, Sevilla) sowie auf den Balearen (z.B. Mallorca, Ibiza, Formentera) oder Kanaren (z.B. Las Palmas de Gran Canaria, Santa Cruz de Tenerife, Arrecife).»

(3.) Typische materiell-rechtliche Betätigungsfelder eines «Local Lead Counsel» und «Boutique German Desk» bei Mandaten aus den Bereichen Real Estate M&A, Private Equity und Wealth Management in Spanien

Die nachfolgenden materiell-rechtlich geprägten Themenfelder geben einen kurzen «Best-of»-Überblick über die typischen operativen und strategischen Fragestellungen, für die eine deutsch-spanische Boutique-Kanzlei wie Mares Legal als «Boots-on-the-Ground» und zentraler «German Desk» in der täglichen Transaktionspraxis für DACH-Investoren und deren Hauskanzleien mandatiert wird:

(3.1.) Register-Due-Diligence: Prüfung von spanischem Grundbuch und Kataster

Jede Immobilientransaktion in Spanien steht und fällt mit der Prüfung der rechtlichen Situation der Ziel-Assets. Diskrepanzen zwischen dem physischen Liegenschaftskataster (Catastro) und dem rechtlichen Grundbuch (Registro de la Propiedad) sind in Spanien – trotz umfangreicher Bemühungen des spanischen Gesetzgebers – nach wie vor die Regel, nicht die Ausnahme. Das exakte Verständnis des öffentlichen Glaubens des Grundbuchs (fe pública registral) und der Koordinierung (coordinación) beider Register ist für den rechtssicheren Eigentumserwerb und die saubere Bewertung von Real Estate Portfolios (etwa in den Bereichen Build-to-Rent (BTR), Value-add, Flex Living, Logistik und Condohotels) bei der Deal-Anbahnung unabdingbar.

Näheres hierzu erfahren Sie in meinem umfassenden Executive Briefing mit dem Titel «Due Diligence von Grundbuch (Registro de la Propiedad) und Kataster (Catastro) bei Real Estate M&A Deals in Spanien».

(3.2.) Transaktionsvehikel und Schnittstelle zum Tax-Structuring in Spanien: Share Deal, Asset Deal und Mischformen

Ein zentraler Aspekt bei der Strukturierung von Real Estate M&A Transaktionen in Spanien ist bekanntermaßen die Auswahl des Transaktionsvehikels. Hierbei kommt es – regelmäßig in enger, partnerschaftlicher Verzahnung mit den mandatierten deutschen und spanischen Steuerberatern (Tax Counsel) – auf eine präzise zivil-, gesellschafts- und vertragsrechtliche Umsetzung der kommerziellen, rechtlichen und steuerlichen Parameter zwischen einem Share Deal (Erwerb der Objektgesellschaft / PropCo S.L.) und einem Asset Deal (Direkterwerb der Immobilie) an.

Während beispielsweise Asset Deals bei Wohnimmobilienportfolios in der Regel der nicht abzugsfähigen spanischen Grunderwerbsteuer (Impuesto sobre Transmisiones Patrimoniales – ITP) unterliegen, kann bei Gewerbe-, Hotellerie- und Logistik-Assets häufig die Umsatzsteueroption (renuncia a la exención del IVA) mit Umkehr der Steuerschuldnerschaft (inversión del sujeto pasivo) genutzt werden. Dies stellt den Erwerb – vorbehaltlich der spanischen Stempelsteuer (AJD) – liquiditätsneutral – vorausgesetzt, die entsprechenden Klauseln in der notariellen Kaufurkunde (escritura) setzen die Vorgaben des dringend anzuratenden Tax Structure Memorandums rechtssicher um.

Diesen Themenkreis beleuchte ich sowohl in meinen Executive Briefings als auch in meinem unter der «Mares Estate»-Plattform veröffentlichten Content regelmäßig, beispielsweise in den Executive Briefings

(3.3.) Bauplanungsrecht (urbanismo), ESG & Asset-Spezifika

Eine belastbare Legal Due Diligence erfordert bekanntermaßen einen Blick weit über das Grundbuch (Registro) hinaus. Neben der Überprüfung kommunaler Flächennutzungspläne (in Spanien üblicherweise betitelt als Plan General de Ordenación Urbana – PGOU) sowie Bau- und Erstbezugslizenzen variieren typische M&A-Dealbreaker je nach Asset-Klasse massiv:

  • Bei Data Centern und Erneuerbaren Energien ist die Sicherung der Netzanbindung (Grid Connection) und von Stromabnahmeverträgen (PPAs) essenziell.

  • Bei Hotel-Investments dominieren komplexe Betreiberverträge (Hotel-Pachtvertrag vs. Hotel Management Agreement vs. Hotel-Franchise).

  • Bei Value-Add-Projekten und Forward Funding stehen spezifische (Re-) Positionierungsrisiken, die Absicherung von Cost Overruns über EPC-Verträge und die Vermeidung ungewollter steuerlicher Betriebsstätten im Fokus.

  • Überlagert wird die Audit-Phase in vielen Real-Estate-Teilsektoren zunehmend durch geopolitisches Risk Management (z.B. spanisches FDI-Screening bei kritischer Infrastruktur, Energie und Rechenzentren).

Näheres hierzu erfahren Sie unter anderem in meinen Executive Briefings:

(3.4.) M&A-Deal-Anbahnung, Kaufvertragsverhandlung und Akquisitionsfinanzierung im spanischen Recht

Das Herzstück der Transaktionssteuerung eines «Local Lead Counsel» wie Mares Legal bildet – ausgehend von einem marktüblichen NDA, Letter of Intent (LOI) und/oder Term Sheet – die Verhandlung des Hauptvertrages (SPA/APA) sowie der eng damit verknüpften Finanzierungsarchitektur (Acquisition / Structured Financing).

Corporate Finance und Deal-Mechaniken sind heute zwar weitestgehend internationalisiert; beispielsweise spielen – dem deutschen Markt vergleichbar – strukturierte Leveraged Buy-outs (LBOs) auch im spanischen Markt inzwischen eine erhebliche Rolle. Die kritische Aufgabe eines «Local Lead Counsel» ist es an dieser Stelle jedoch, die international recht einheitlichen kommerziellen Deal-Parameter rechtssicher in die spanische Jurisdiktion zu übersetzen und vor etwaigen Fallstricken und Missverständnissen zu warnen.

Dazu müssen etwa gängige LMA-Standardklauseln und LMA-style Sicherheitenpakete an die Vorgaben des spanischen Zivil- und Gesellschaftsrechts aus Código Civil, Código de Comercio, Ley Hipotecaria und Ley de Sociedades de Capital angepasst werden. Auch typische M&A-Kaufpreisanpassungsmechanismen (Completion bzw. Closing Accounts vs. Locked Box mit Permitted Leakage) und Garantiekataloge (Representations & Warranties) erfordern zwingend eine präzise Abstimmung mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen in Spanien.

Ein Beispiel: Gehebelte Akquisitionsstrukturen (Leveraged Buy-outs – LBOs) bedürfen in Spanien einer akribischen anwaltlichen Strukturierung unter rechtssicherer Adressierung der Limitationen des spanischen Kapitalgesellschaftsrechts, insbesondere des im Recht der Sociedad Limitada (S.L.) und Sociedad Anónima (S.A.) tragenden Prinzips der sog. prohibición de asistencia financiera (Verbot der finanziellen Unterstützung).

«Finanzielle Metriken, kaufmännische Modelle und kommerzielle Deal-Logiken von Private-Equity-Sponsoren sind in Frankfurt/München, London, New York und Madrid praktisch identisch. Der Teufel steckt jedoch aus transaktionsanwaltlicher Sicht stets im juristischen Detail: Ein klassisches HoldCo-Financing oder ein Debt Push Down muss exakt auf die gesellschaftsrechtlichen Fallstricke in Spanien abgestimmt werden, um einem späteren 'Kippen' des Deals vor spanischen Gerichten vorzubeugen. Wer ein Term Sheet deutschen oder angloamerikanischen Stils ungeprüft nach Spanien spiegelt, riskiert spätestens bei der Bestellung von dinglichen Sicherheiten und ausgeklügelten Closing-Mechanismen – Stichwort Spezialitätsprinzip (principio de especialidad) – die Bankability und Upside-Exit-Eignung des gesamten Deal-Konstrukts.»

Näheres zu den Herausforderungen der M&A-Anbahnungsphase in Spanien erfahren Sie unter anderem in meinem Executive Briefing «Anbahnungsphase von Real Estate M&A-Deals in Spanien: Teaser, NDA, Info Memo, Process Letter, NBO, LOI, Exklusivität, 'arras'-Anzahlung und vorvertragliche Haftung bei Verhandlungsabbruch».

(3.5.) Closing-Hürden in Spanien: NIE/NIF, Vollmachten (poderes) und KYC-Compliance-Hiccups

Die operative Handlungsfähigkeit ausländischer Akteure in der spanischen Jurisdiktion setzt zwingend die Erfüllung strenger verwaltungsrechtlicher bzw. regulatorischer Vorgaben voraus.

Dies umfasst unter anderem das proaktive Management des geldwäscherechtlichen KYC-Prozesses nach Vorgaben des spanischen Geldwäschegesetzes (Ley de prevención del blanqueo de capitales y de la financiación del terrorismo – LPBCFT), der überlagernden europäischen Vorgaben der EU-Geldwäscheverordnung (AMLR), der Verwaltungspraxis der spanischen Geldwäscheaufsicht (Servicio Ejecutivo de la Comisión de Prevención del Blanqueo de Capitales e Infracciones Monetarias – SEPBLAC), die zügige Beschaffung der zwingend erforderlichen spanischen Ausländer- bzw. Steueridentifikationsnummern (NIF/NIE) für Geldgeber und Organvertreter aus DACH, Luxemburg und Liechtenstein, die reibungslose Abstimmung zwischen deutschen, österreichischen, schweizerischen oder luxemburgischen Notariaten und dem spanischen Transaktionsnotar bei der Apostillierung und Äquivalenzprüfung von Vertretungsvollmachten (poderes) und Vertretungsnachweisen sowie die rechtzeitige korrekte Registrierung der wirtschaftlich Berechtigten (titular real). Selbst kleine prozessuale Fehler können in der spanischen M&A-Realität zu erheblichen Verzögerungen im Transaktionsablauf, bis hin zu einem Scheitern des Closings und der Auslösung von Schadensersatzansprüchen, Vertragsstrafen oder Break-up Fees, führen.

(3.6.) Closing-Day-Engineering: Notarieller Vollzug in Spanien zwischen Tradition und moderner Cross-Border-Realität

Ein M&A-Closing in Spanien ist ein formstrenger, hochoffizieller physischer Akt von hoher Rechtssicherheit. Der rechtliche Vollzug (otorgamiento de escritura) findet vor einem spanischen Notar (notario) statt. Mit der Unterzeichnung der öffentlichen Kaufurkunde (escritura pública) erfolgt nach spanischem Sachenrecht die fiktive Übergabe (traditio ficta nach Art. 1462.2 Código Civil).

Der Ablauf umfasst typischerweise die gleichzeitige Freigabe von Finanzierungsmitteln, die physische Übergabe bankbestätigter Schecks (cheques bancarios) und die Abgabe der erforderlichen geldwäscherechtlichen Erklärungen. Bei Involvierung ausländischer Akteure sind bisweilen moderne Abwicklungsmodalitäten mit in Madrid und anderen spanischen Wirtschaftszentren ansässigen eher transaktionsorientierten Notariaten vereinbar (wie Escrow-Mechanismen, Überweisungen, überweisungsgleiche Zahlungsabwicklung über die Banco de España / OMF-Transfers).

Eine zentrale Rolle spielt hierbei zudem die gesetzliche Funktion des spanischen Notars bei der steuerlichen und geldwäscherechtlichen Prävention: Das spanische Steuer- und Registerrecht gibt ein ausgeklügeltes System zur Absicherung der entstehenden Transaktionssteuern vor, dessen Anforderungen unbedingt bei der Closing-Planung und den Abstimmungen mit dem Notariat Berücksichtigung finden müssen.

Näheres hierzu erfahren Sie unter anderem in meinen Executive Briefings «Steuerfallen bei Spanien-Deals: Real Estate Tax Structuring für Private Equity und Family Offices (ITP, IVA, AJD, IBI, IS, IRNR, IIVTNU)» und «Due Diligence Roadblocks und Dealbreaker für DACH Private Equity und Family Offices bei Real Estate M&A Deals in Spanien».

(3.7.) Post-Closing-Compliance: Cierre Registral und Direktinvestitionen

Um Zwischenverfügungen bzw. Zwischeneintragungen zu verhindern, überwacht eine erfahrene Cross-Border-Transaktionsboutique wie Mares Legal die extrem wichtige unmittelbare telematische Präsentationsvormerkung durch den spanischen Notar (asiento de presentación) im Grundbuch (Registro de la Propiedad), wodurch eine faktisch-präventive Registersperre (cierre registral) zur Erreichung maximaler Transaktionssicherheit erzielt werden kann.

Im Rahmen der Post-Closing-Compliance sind ferner das aktive Nachfassen bei der rechtlichen Evaluierung (calificación registral) durch den Grundbuchführer (Registrador de la Propiedad) bis zur finalen Wirkung gegenüber Dritten (oponibilidad erga omnes) sowie die Koordination der außenwirtschaftlichen Meldepflichten beim spanischen Auslandsinvestitionsregister (Registro de Inversiones Exteriores) zu beachten.

(3.8.) Private Wealth & Relocation: Asset Protection, Wegzugsteuer und «Ley Mbappé» für Unternehmer und (U)HNWIs

Neben institutionellem Kapital bzw. Private Equity betreut Mares Legal als deutschsprachige Cross-Border-Anwaltsboutique – in der Regel im «Tandem» mit führenden Private-Wealth-Kanzleien, Steuerberatern, Vermögensverwaltern und Private Bankern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg – auch Family Offices und Private Clients (HNWIs/UHNWIs) bei der strategischen Asset Protection mit Spanienbezug sowie der Verlegung des Lebensmittelpunkts von Unternehmern und Executives nach Spanien.

Dies erfordert beispielsweise eine präzise, mit den jeweiligen DACH- und spanischen Steuerberatern abgestimmte rechtliche Navigation durch das komplexe normative Geflecht der deutschen Wegzugsteuer («Exit Tax») bzw. der einkommensteuerrechtlichen Figur der «Entstrickung von Betriebsvermögen» sowie die rechtliche Flankierung bei der Hineinstrukturierung in spanische Sondersteuerregime wie den madrilenischen Steuerabzug nach der «Ley Mbappé» (Ley 4/2024, de 20 de noviembre, de la Comunidad de Madrid, por la que se establece una deducción en el Impuesto sobre la Renta de las Personas Físicas por inversiones de nuevos contribuyentes procedentes del extranjero) oder das sog. Familienunternehmensprivileg (Empresa Familiar).

(3.9.) Global Mobility & Executive Secondments: DBA-Compliance und «Ley Beckham»

Ebenso relevant wie die dauerhafte Relocation ist in der Gestaltungspraxis die temporäre Entsendung von Führungskräften/Executives – insbesondere zur Vermeidung einer ungewollten steuerlichen Ansässigkeit in Spanien. Wenn DACH-Unternehmen oder Private-Equity-Sponsoren Executives im Zuge von «Global Mobility»-Programmen auf die Iberische Halbinsel entsenden, drohen ohne präzises Expat-Management schwerwiegende steuerliche Konsequenzen.

Mares Legal flankiert derartige Mandate in enger Abstimmung mit den steuerlichen Beratern der Mandanten gesellschafts-, dienst- und arbeitsvertragsrechtlich: Dies umfasst die vertragliche und organisatorische Abwehr von DBA-Betriebsstättenrisiken (etwa durch präzise austarierte Geschäftsführerverträge und Vollmachtsstrukturen), die Koordination der Schnittstellen zur laufenden Lohnsteuer-Compliance zur Vermeidung von Doppelbesteuerung sowie ganz konkret die rechtliche Begleitung bei der Hineinstrukturierung in das berühmte Sondersteuerregime der «Ley Beckham» (Régimen fiscal especial para impatriados, Art. 93 des spanischen Einkommensteuergesetzes LIRPF).

Näheres hierzu erfahren Sie fortlaufend auf meiner Content-Plattform «Mares Estate» sowie beispielsweise in meinem Executive Briefing «Cross-Border-Relocation DACH-Spanien: Die steuerlichen Blindspots bei Wegzugsteuer (AStG), Entstrickung und ‘Ley Beckham‘».

(4.) Fazit: Maximale Transaktionssicherheit für DACH-Mandanten in Spanien durch integrierte Steuerung eines deutschsprachigen «Local Lead Counsel»

Die erfolgreiche Durchführung von Cross-Border-Transaktionen im Bereich Real Estate M&A / Private Equity sowie bei grenzüberschreitenden Projekten aus den Bereichen Private Wealth Planning und Asset Protection erfordert in Spanien weit mehr als nur isoliert zugekauftes lokales Rechtswissen. Erforderlich ist vielmehr die lückenlose Verzahnung von kaufmännischer Präzision und unterschiedlichen Rechts- und Verhandlungskulturen mit den strukturellen und formellen Realitäten des spanischen Markts.

«Das Ziel meiner deutschsprachigen Kanzlei Mares Legal vor Ort in Madrid ist genau diese maximale Reduzierung der typischen Cross-Border-Friktionen im Kontext von Transaktionsgeschäft und Relocation-/Global-Mobility-Projekten: Durch eine Kombination aus deutsch geprägtem Legal Project Management (‘German Thinking’) und tiefgehender Verhandlungs- und Exekutionserfahrung direkt im Herzen Spaniens (‘Boots-on-the-Ground’) sichere ich mit Mares Legal komplexe Investments meiner Mandanten sowie die Arbeit der involvierten DACH-Hauskanzleien und Steuerberater operativ ab.

Ob als ausführender ‘Local Lead Counsel’ für Small- und Mid-Cap-Deals oder als zentraler ‘German Desk’ und Projektsteuerer bei Large-Cap-Mandaten: Deutschsprachige Investoren und ihre Berater profitieren hier von maßgeschneiderter Überwachung und Execution ihres Deals, der Minimierung von Reibungsverlusten, der Vermeidung unnötiger Overhead-Kosten und einer dadurch erzielten Maximierung von Transaktionssicherheit und Transaktionsökonomie bei ihren Engagements im spanischen Markt.»

(5.) Häufig gestellte Fragen (FAQ) deutschsprachiger Mandanten und ihrer DACH-Berater zur Zusammenarbeit mit einem «German Desk» / «Local Counsel» in Spanien

(FAQ-01) Was unterscheidet den Boutique-Ansatz von Mares Legal vom German Desk einer spanischen Großkanzlei (wie Uría Menéndez, Garrigues, Cuatrecasas oder Pérez-Llorca)?
Während die German Desks der führenden iberischen Großkanzleien vor allem bei großvolumigen Large-Cap-Transaktionen und breiten Full-Service-Mandaten ihre Stärken ausspielen, bietet Mares Legal für das Small- und Mid-Cap-Segment sowie für maßgeschneiderte Private-Wealth-Strukturen einen fokussierten, konfliktfreien Senior-Partner-Ansatz («German Thinking, executed locally»). Durch meine Doppelzulassung (RAK Frankfurt am Main, Mitglied-Nr. 151334 / ICAM Madrid, Colegiado n.° 141190) und Prägung am Finanzplatz Frankfurt sowie vor Ort in Madrid erfolgt die Beratung ohne Schnittstellen- oder Reibungsverluste direkt auf Senior-Partner-Ebene – ohne dass der Mandant die Einarbeitungszeiten nachgelagerter Junior-Teams über eine klassische «Blended Rate» mitfinanzieren muss.

(FAQ-02) Wie arbeitet Mares Legal mit deutschen, österreichischen, schweizerischen, luxemburgischen oder liechtensteinischen M&A- und Private-Wealth-Kanzleien sowie Steuerberatern zusammen?
Ich agiere regelmäßig als nahtlos integrierter, unabhängiger Local Lead Counsel («Ihr Mann in Madrid») an der Seite führender DACH-Wirtschafts- und Private-Wealth-Kanzleien sowie Steuerberatungsgesellschaften – insbesondere auch dann, wenn diese vor Ort in Spanien über kein eigenes Büro verfügen oder einen garantiert konfliktfreien Partner für ihre Bestandsmandanten benötigen. Bei Small- und Mid-Cap-Transaktionen übernehme ich die unmittelbare spanische Deal-Execution; bei Large-Cap-Transaktionen fungiere ich auf Wunsch als lokaler Projektsteuerer (Single-Point-of-Contact), der die Workstreams großer spanischer Sozietäten oder Big4-Teams im Sinne des DACH-Lead-Counsels und des Investmentkomitees bündelt und koordiniert.

(FAQ-03) Erfüllt Mares Legal als Transaktionsboutique die Compliance-, IT-Sicherheits- und Haftungsanforderungen institutioneller Investoren und Family Offices?
Ja, uneingeschränkt. Mares Legal unterhält Institutional-Grade-Berufshaftpflichtversicherungen bei renommierten Versicherern sowohl in Deutschland (BaFin-reguliert) als auch in Spanien (DGSFP-reguliert) mit einer regulären Deckungssumme von über 5 Millionen Euro (mehr als das 20-Fache der gesetzlichen Mindestdeckung nach § 51 BRAO), die bei großvolumigen Transaktionen zudem projektbezogen über eine Exzedentenversicherung flexibel skaliert werden kann. Die Mandatsführung unterliegt der doppelten berufsrechtlichen Aufsicht (Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main sowie Rechtsanwaltskammer Madrid (ICAM)); die Kanzleiarbeit erfolgt über eine DSGVO-konforme, Enterprise-Grade-IT-Architektur.

(FAQ-04) In welchen Sprachen verhandelt Mares Legal komplexe M&A- und Finanzierungsdokumente?
Alle Verhandlungen und Dokumentationen können nahtlos dreisprachig auf Deutsch (Muttersprache), Englisch und Spanisch geführt werden. Durch über 13 Jahre Berufspraxis im internationalen Private-Equity- und Corporate-Finance-Geschäft werden deutsch-, englisch- oder spanischsprachige Term Sheets, Absichtserklärungen (LOIs), Share Purchase Agreements (SPAs), Asset Purchase Agreements (APAs), Shareholders' Agreements (SHAs) sowie Kredit- und Sicherheitenverträge nach LMA-Standard verhandlungssicher auf institutionellem Niveau strukturiert und für DACH-Investmentkomitees und korrespondierende DACH-Berufsträger präzise aufbereitet.

(FAQ-05) Müssen Geschäftsführer von DACH-Investoren oder Private Clients für das Signing und Closing persönlich nach Spanien reisen?
In aller Regel nicht. Sofern die zivil-, gesellschafts- und geldwäscherechtlichen Weichen (wie die Beschaffung von NIF/NIE-Steuernummern, UBO-/Titular-Real-Registrierungen und KYC-Freigaben der spanischen Banken) frühzeitig gestellt werden, lässt sich der gesamte Transaktionsprozess bis hin zum notariellen Vollzug (otorgamiento de escritura) vollständig remote abwickeln. Die erforderlichen Vertretungsvollmachten (poderes) stimme ich zweisprachig direkt zwischen dem beurkundenden Notariat in der DACH-Region (bzw. Luxemburg oder Liechtenstein) und dem spanischen Transaktionsnotar ab und übernehme auf Wunsch die persönliche Closing-Vertretung vor Ort in Madrid oder spanienweit (einschließlich der Inselgebiete Balearen und Kanaren).


Vertiefende Einblicke in meine Arbeitsweise finden Sie unter anderem auf Mares Estate in meinem Video zum Thema «Immobilienkauf in Spanien: Der komplette Prozess (2026-2027) - Ablauf, Kosten & Best Practices»:


Portrait Rechtsanwalt Fabian Arhelger (Kanzlei Mares Legal, Madrid)

Über den Autor

Fabian Arhelger ist in Madrid ansässiger deutschsprachiger Rechtsanwalt und spezialisiert auf komplexe Real Estate M&A- und Private-Equity-Transaktionen sowie anwaltliche Asset Protection mit Bezug zum Königreich Spanien. Er besitzt Anwaltszulassungen der RAK Frankfurt am Main (Mitglied Nr. 151334) sowie des Ilustre Colegio de la Abogacía de Madrid (ICAM Colegiado n.° 141190) und berät mit seiner Kanzlei Mares Legal institutionelle Investoren, Family Offices und anspruchsvolle Privatpersonen.

Sie erreichen ihn unter Kontakt.


Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Erstinformation und stellt keine individuelle rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Aufgrund der Komplexität und der ständigen Änderungen von Gesetzeslage, Abkommen, Verwaltungspraxis und Rechtsprechung im spanischen und internationalen Wirtschafts-, Immobilien- und Steuerrecht kann für die Richtigkeit und Vollständigkeit keine Haftung übernommen werden. Für eine Einzelfallberatung wenden Sie sich bitte direkt an Rechtsanwalt Fabian Arhelger.


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Asset Deal vs. Share Deal: Immobilientransaktionen in Spanien rechtssicher und steueroptimal strukturieren